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Gemeinsam für mehr Unterstützung im Zertifizierungsbereich
Seit Anfang Juni verstärkt Samiran Das unser Team goCerO₂. Mit seiner Erfahrung in den Bereichen Nachhaltigkeitszertifizierung und Treibhausgasbilanzierung wird er vor allem die Internationalisierung unserer Dienstleistungen vorantreiben. Im Interview erzählt er, warum ihn das Thema Nachhaltigkeit begeistert, was ihn zur TerraVis geführt hat und welche Chancen er für die Zukunft sieht.
Samiran, stell dich doch einmal kurz vor. Wie sieht dein beruflicher Hintergrund aus?
Ursprünglich komme ich aus Indien und habe dort fast sechs Jahre als Bauingenieur gearbeitet. Irgendwann wurde für mich aber immer wichtiger, einen konkreten Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz zu leisten: Dieser Planet ist wie ein einziges Schiff, und wir befinden uns alle darauf. Es ist ein Schiff, das wir schützen müssen – aber nicht einfach kopflos, sondern mit der richtigen Datengrundlage. Nur so können wir auch wissen, wo wirklich Einsparungspotentiale liegen und wo wir dran arbeiten können. Genau das ist das eigentliche Ziel der Nachhaltigkeitszertifizierungen. Deshalb bin ich nach Deutschland gekommen und habe an der TH Lübeck Umweltingenieurwesen im Master studiert.
Dort bin ich erstmals intensiver mit der Treibhausgasbilanzierung in Berührung gekommen. Das Thema hat mich sofort begeistert, weil ich darin einen echten Mehrwert gesehen habe. Wenn wir Emissionen reduzieren wollen, müssen wir zuerst verstehen, wo sie entstehen und welche Maßnahmen tatsächlich etwas bewirken.
Welche Stationen haben deinen beruflichen Weg besonders geprägt?
Nach dem Studium war ich etwas mehr als vier Jahre in der Nachhaltigkeitsberatung tätig. Dabei habe ich Kunden aus unterschiedlichsten Branchen begleitet – von Energieunternehmen bis hin zu Kaffeeproduzenten – und mit Partnern auf der ganzen Welt zusammengearbeitet.
Besonders prägend war meine Zeit rund um das Zertifizierungssystem ISCC. Dort war ich nicht nur beratend tätig, sondern auch an der Weiterentwicklung des Systems beteiligt. Neben dem fachlichen Wissen habe ich in dieser Zeit vor allem gelernt, wie unterschiedlich Menschen, Märkte und Kulturen ticken.
In Japan wird beispielsweise sehr strukturiert und formal gearbeitet, während es in Spanien oft deutlich lockerer zugeht. Diese Unterschiede zu verstehen und darauf einzugehen, ist für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit enorm wichtig und macht auch viel Spaß.
Was hat dich an TerraVis und der Aufgabe bei goCerO₂ gereizt?
Ich wollte näher an die Praxis und den tatsächlichen Effekt meiner Arbeit sehen können. In meiner vorherigen Arbeit habe ich viele Projekte begleitet, aber war oft ein Stück weit von der Umsetzung entfernt.
Bei TerraVis ist das anders. Hier arbeite ich deutlich näher an den Anlagenbetreibern und ihren täglichen Herausforderungen. Gleichzeitig bietet die Position die Möglichkeit, internationale Themen weiter voranzutreiben – und genau diese Kombination hat mich überzeugt.
Mit welchen Themen beschäftigst du dich aktuell im Team goCerO₂?
Ich bin erst seit Anfang Juni dabei und habe in den ersten Wochen bereits viele Einblicke erhalten. Ich war mit Kolleginnen und Kollegen unterwegs, habe Kunden kennengelernt und einen guten Eindruck davon bekommen, welche Herausforderungen die Praxis mit sich bringt.
Mein Fokus liegt künftig insbesondere auf der internationalen Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen. Die ersten Termine und Projekte stehen bereits an, und ich freue mich darauf, diesen Bereich gemeinsam mit dem Team weiter auszubauen.
Du begleitest die Internationalisierung von goCerO₂. Was reizt dich daran besonders?
Nachhaltigkeit macht nicht an Landesgrenzen halt. Die Themen, mit denen wir uns beschäftigen, betreffen Menschen auf der ganzen Welt.
Deshalb finde ich es spannend, unsere Erfahrungen nun auch in anderen Ländern einzubringen. Gleichzeitig können wir dort viel lernen und besser verstehen, welche Herausforderungen es in den jeweiligen Märkten gibt.
Wir bringen aber auch etwas wichtiges mit: Unsere Kontakte und Erfahrung mit den Anlagebetreibern. Wir sind nicht nur mit dem theoretischen Fachwissen ausgestattet, sondern bringen auch eine gute Portion Praxiswissen mit und haben mit dem DokuManager auch schon einen digitalen Unterstützungsansatz.
Vor welchen Herausforderungen stehen Biogas- und Biomethananlagenbetreiber derzeit?
Die größte Herausforderung ist aus meiner Sicht die zunehmende Komplexität der Vorgaben. Es gibt zahlreiche nationale und internationale Regelungen, Zertifizierungssysteme und Nachweispflichten. Da kann man schnell den Überblick verlieren.
Hinzu kommt, dass die Betreiber häufig umfangreiche Dokumentationen erstellen müssen. Dafür braucht es Fachwissen und Zeit – und beides ist im Tagesgeschäft oft knapp.
Viele Betreiber wissen, dass diese Anforderungen wichtig sind, möchten sich aber verständlicherweise lieber auf den Betrieb ihrer Anlagen konzentrieren als auf Richtlinien und Tabellen.
Worauf freust du dich in den kommenden Monaten am meisten?
Auf die weitere Einarbeitung, neue Aufgaben und die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen.
Besonders spannend finde ich die Weiterentwicklung der internationalen Themen und den Ausbau von Zertifizierungsleistungen wie ISCC. Außerdem freue ich mich darauf, TerraVis bei internationalen Terminen und Veranstaltungen zu vertreten.
Das hört sich nach einer großen Herausforderung an. Wie schaltest du in deiner Freizeit ab?
Ich beschäftige mich gerne mit KI-Anwendungen und probiere neue Technologien aus. Außerdem fotografiere ich viel – besonders gerne Straßenfotografie und Familienporträts.
Darüber hinaus zeichne und male ich gerne. Einen guten Ausgleich finde ich außerdem beim Tai Chi. Das hilft mir, zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken.